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Freitag, 27. Mai 2011

Woher kommt eigentlich der Name "Arme Ritter"

Wußtet Ihr, dass bereits im ältesten, noch erhaltenen Kochbuch der römischen Antike ein ähnliches Rezept enthalten war?


In diesem besagten Kochbuch “De re coquinaria” (dt. „Über die Kochkunst“), steht dieses Rezept: „Zerbrich abgeriebene Siligenen (= Winterweizengebäcke), mache größere Häppchen, tauche sie in Milch, röste sie in Öl, übergieße sie mit Honig und serviere sie.“


So, nun aber zu meiner Frage! 

Die Bezeichnung “Armer Ritter” tauchte zum ersten Mal im 14. Jahrhundert im ersten deutsch sprachigen Kochbuch auf, dem “Buoch von guoter Spise”. Dort stand folgender Satz: „snit denne aht snitten arme ritter und backe die in smalze niht zu trüge” 


Beantwortet jedoch noch immer nicht meine Frage!!


Bei meinen Recherchen im Internet habe ich nun zwei Erklärungen gefunden, die ich beide für die damalige Zeit ziemlich wahrscheinlich halte.

Demnach laufen beide Erklärungen darauf hinaus, dass es sich wohl die reichen Ritter und Adelsgeschlechter bei Spanferkeln und Fasanen an reichgedeckten Tafeln gut gehen ließen und dem niederen Volk, eben arme Ritter, Knappen..., oft nur altes, trockenes Graubrot übrig blieb. Um damit eine gehaltvolle Mahlzeit zu “zaubern”, wurde das Brot in eine Mischung aus Milch und Eiern getunkt und in Schmalz gebraten.


Übrigens, einige weitere internationale Bezeichnungen für “Arme Ritter” sind:

England: Poor Knights of Windsor
USA: French Toast
Frankreich: Pain Perdú
Russland: Grenki
Schweiz: Fotzelschnitten


Das war nun ein bisschen Geschichte, mein Rezept der “Armen Ritter” findet Ihr hier:
Arme Ritter - die leckere Art der Resteverwertung

Nix für ungut,
Eure

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